Jacques de Moulin, Jakobiner: Die Hinrichtung des “Bürgers Louis Capet” (21. Januar 1793)

Endlich! Der größte Verschwörer unserer Zeit weilt nicht mehr unter uns. Dem Leben des Bürgers Louis Capet wurde heute durch die Guillotine eine Ende gesetzt. So berichtet es zumindest die heutige Abendausgabe der Gazette de la Revolution. Auf dem Place de la Revolution mitten in Paris wurde dem Leben dieses feigen Unterdrückers vor unzähligen Zeugen ein Ende bereitet. Nun steht der Errichtung der Republik nichts mehr im Wege, wer es dennoch wagt, sich gegen sie zu wenden, wird die Folgen zu spüren bekommen. Lasst uns diesen Sieg feiern, auf dass unsere Sache auch in Zukunft Erfolg hat!

Am 21. Januar 1793 wurde der französische König Louis XVI. in Paris hingerichtet. Er war nach dem Sturm auf die Tullerien am 10. August 1792 abgesetzt und wegen Hochverrats angeklagt worden. Nach seinem Schuldspruch wurde er bis zu seiner Hinrichtung eingekerkert.
Während der Französischen Revolution, die 1789 ausbrach, wurde Louis XVI. als Bürger Ludwig Capet bezeichnet, um ihm den Titel des Königs von Frankreich abzusprechen. Capet war der Familienname des Königs, der auf Hugo Capet, den Begründer dieses Herrschergeschlechts, zurückgeht.
Nach der Hinrichtung Louis XVI war die Bergpartei die einflussreichste Macht im Konvent und die Phase des so genannten „terreurs“ begann.

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4 Reaktionen zu “Jacques de Moulin, Jakobiner: Die Hinrichtung des “Bürgers Louis Capet” (21. Januar 1793)”

  1. Peter Hartmann

    Hallo eine Frechheit, Ludwig XVI war kein Unterdrücker , sondern einer der besten franzöischen Könige.Er wollte Reformen, hat sich aber nie durchsetzten können. Er war ein gütiger Mann, mit grossem Herz.
    Ludwig liebte seine Franzossen , was ihm schlecht gedankt wurde.
    Die Hinrichtung war und ist ein Verbrechen.

    Freundliche Grüsse

  2. Jan Podolinsky

    Meinem Vorschreiber kann ich nur zustimmen: Die ganze Revolution, falls man sie so nennen darf, war ein Verbrechen am eigenen Volk (….) “Die Revolution frißt ihre eigenen Kinder” (….). (Georges Dante. Dass das französische Volk heutzutage dieses Verbrechen als ihren nationalen Feiertag feiern, ist und bleibt mir unverständlich. Ja, mit Blut erstickt ist das eigene französische Volk. Der 14. Juli und ein Feiertag? Eine Schande für die Franzosen. Der König ist tot, es lebe der König …. !
    Vive le Roi.

  3. lala

    ja ich stimme da zu

  4. Rubin

    Ja! Die Hinrichtung des Königs war nicht richtig, denn er war einer der besseren Könige. Da man im Leben immer das erntet, was man sät, war es logisch, dass die revolutionäre sich irgendann gegenseitig bekämpften und vernichteten. Unschuldig vergossenes Blut schreit zum Himmel….Umgekehrt sollte man das damalige französisch-katholische Königtum nicht vergöttern. Denn über Jahrhunderte hinweg wurden vor der Revolution Hugenotten und andere nicht-katholische Minderheiten regelrecht abgeschlachtet….Und die Templer wurden wegen der Geldgier des Königs fast ausgerottet! Erstmals nach der Revolution gab es so etas wie Glaubensfreiheit. Wären Kaiser und Klerus in all den Jahrhunderten davor christlich und liebevoll mit andersdenkenden umgegangen, wäre die Revolution So nicht möglich gewesen. Hier machte sich Jahrhunderte angestauter grenzenloser Hass freie Bahn für all die vielen Grausamkeiten von Klerus und so manchem Kaiser. Tragisch, wenn dann ein völkisch gesinnter König dafür sterben musste.

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